Dareda

Ilembula

Matema

Matema 
2013
Ein weiterer  Einsatz in Tansania  im Oktober/November 2013 führte das Interplast-Team - Dr. Andreas Schmidt (Plastische Chirurgie) und Dr. Klaus Huslik, (Anästhesie), außerdem Dr. Hannes Schmidt (Orthopädie) und Dr. Dieter Baumann (Orthopädie) vom Ärztecamp International e.V. sowohl in das Matema Lutheran Hospital am Nordufer des Nyasa-Sees (Malawi-See), als auch in das Ilembula Lutheran Hospital in der Region Iringa.
Es sollte dabei auch herausgefunden werden, ob und inwieweit eine Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern unter den jeweils obwaltenden Umständen möglich oder sinnvoll sein könnte.
Das Matema Lutheran Hospital liegt praktisch am Seeufer und bietet auch noch ein einfaches Resort bestehend aus einem Haupthaus mit Frühstückssaal und einer kleinen Terrasse und einigen Hütten in afrikanischen Stil aus Holz, Ziegeln und Bambus mit Sanitärbereich; dort wurden wir einquartiert.
Jetzt nur noch wenige Meter über den Strand und schon stand man im warmen Wasser des drittgrößten afrikanischen Sees nach dem Tanganjikasee und dem Viktoriasee.
Das  Bad vor dem Frühstück und nach vollbrachter Arbeit gehört zu meinen angenehmsten Einnerungen. Insbesondere, wenn wieder einmal die Wasserversorgung längere Zeit ausfiel.
Das Krankenhaus bietet mit seinen ca. 90 Betten eine der ganz wenigen  medizinischen Versorgungseinheiten für rund 100.000 Menschen im südlichen Tansania.
Leider werden konfessionelle Kliniken nur ungenügend durch den Staat unterstützt, so daß aus personellen und materiellen Gründen immer wieder schwierige Situationen zu bestehen sind.
Ohne Sponsoring durch das Berliner Missionswerk, die Evangelical Lutheran Church of Tanzania (ELCT) und andere Unterstützergruppen wäre das Haus schwerlich überlebensfähig.
Der gute Geist des Hospitals ist die deutsche Gynäkologin Heinke Schimanowski-Thomsen. Sie hat das Krankenhaus durch schiere Willenskraft und Eigensinn am Leben erhalten, indem sie keiner Auseinandersetzung mit Behörden, Entscheidungsträgern auf regionaler und Distriktebene und auch innerhalb der Kirche aus dem Weg ging.
Heute haben sich die Verhältnisse etwas gebessert, es gibt einen chirurgischen Chefarzt, Dr. Chris Mwasongela, einige weitere Ärzte und immerhin knapp ausreichend Pflegepersonal.
Die Ausstattung des Operationsaales und der Zustand von Narkosegerät (ein uraltes offenes Penlon System mit Halothanverdampfer) und Monitoring ist äußerst beklagenswert.*
Resterilisierte Spinalnadeln muß ich hoffentlich - als Standard - nie wieder sehen. Vorsorglich hatte ich eine eigene Schachtel Spinalnadeln mitgebracht.
Andererseits gibt es ein modernes, gut ausgestattetes Labor. Wenn geröngt wird, weiß man automatisch: es ist Donnerstag. Nur dann kommt der Röntgen-Assistent nach Matema.
Trotz vieler Einschränkungen war es möglich, auch sehr komplizierte plastisch-chirurgische Eingriffe durchzuführen.
 
Da das Team für Oktober/November 2014 bereits einen weiteren Einsatz fest geplant hat, werden eine verbesserte Organisation der Patientenvorauswahl und der Abläufe zusammen mit den dann zufriedenstellenden Arbeitsbedingungen hoffentlich dafür sorgen, daß unsere Tätigkeit optimiert werden kann.
 
* Erfreulich daher, daß durch eine großzügige Sachspende der Isarkliniken GmbH, München, sich seit Juli 2014 ein unverwüstlicher Sulla 808, ein Multifunktionsmonitor, ein Defibrillator und eine Kombi-Spritzenpumpe bereits auf dem Weg nach Tansania befinden, um dem Notstand abzuhelfen.
 
2014
Im Oktober/November arbeitete ein INTERPLAST Team bestehend aus Dr. Andreas Schmidt (Plastische Chirurgie), Dr. Hannes Schmidt (Orthopädie), Dr. Irene Epple-Waigel (Allgemeinmedizin), Kerstin Neidow (Op-Schwester) und Dr. Klaus Huslik (Anästhesist) über 2 Wochen im Matema Lutheran Hospital).